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29 August 2007

Ich konnte nicht wirklich schlafen,jedes mal wenn ich die Augen auf machte fing ich an zu weinen,ich hatte solche Angst vor diesem Tag!

Ich kann das Gefühl nicht beschreiben.Auf dem Weg nach Bonn,habe ich nicht geredet,die Tränen hörten nicht auf zu fließen.Ich war froh das jemand dabei war und ich nicht alleine dadurch musste,jedenfalls nicht für diese Momente.

Ich wurde vorbereitet,ich hätte alles abrechen können aber ich bekam kein Wort raus.Ich lag alleine in einem Zimmer,schaute zum Fenster raus und dachte an ihn,an uns.Hätte gerne gewusst ob er an mich denkt.Noch viel lieber wäre mir gewesen wenn er da gewesen wäre,wenn er mir geholfen hätte diesen Schritt zu gehen.

Es war soweit,ich wurde abgeholt.

Als ich in dem Krankenhaus wo ich arbeite auf dieser Station eingesetzt war,und Patienten genau dies taten,dachte ich mir immer mein Teil dabei und habe mir geschworen,das ich immer zu dem stehe,was ich getan habe.Jetzt war ich die jenige,die da lag und die Verantwortung von schich schob.

Ich wurde langsam wieder wach,war angeschlossen am Monitor.Es gab Komplikationen während es Eingriffs,meine Vitalzeichen verlechterten sich abnorm und deswegen bekam ich einiges an Infusionen.Ich musste weiterhin beobachtet werden.

Ich legte meine Hände auf meinen Bauch,ich hatte schreckliche Schmerzen.Ich fing an zu weinen aber nicht weil mir anatomisch physiologisch etwas weh tat,es war der seelische Schmerz.Es war vorbei...

Ich sollte noch eine Weile auf normal Station bleiben aber ich wollte nur heim,ich unterschrieb meine vorzeitige Entlassung und zog mich an.Ich konnte es nicht mehr ertragen da zu liegen und Löcher in die Wände zu starren,ich wollte nur raus da.Bekam noch was zum Schlafen für daheim und ein paar Medikamente für den Herzkreislauf,denn normal war mein Zustand nicht gewesen.

Wir fuhren nach hause,ich legte mich schlafen,wollte keinen sehen und keinen hören,ich wollte eigentlich garnichts mehr.

Aufgewacht,ich konnte auch hier nicht bleiben,ich fuhr nach Neuwied,musste unter die Menschen,ich kann wirklich nicht sagen was ich getan hätte wenn ich alleine zuhause geblieben wäre.Ich dachte nach,es war schon spät,ich ging in ein Juweliergeschäfft,ich musste irgendein Zeichen setzten,kaufte mir einen Ring,den ich mir eigentlich garnicht wirklich leisten konnte.Er ist meine Erinnerung,ein Symbol für ihn/sie,ich weiß nicht was es geworden wäre....

Dieser Ring,wird mich mein ganzes Leben begleiten.

Für viele klingt das sicherlich abstrakt,das Kind war nicht geboren aber es war ein Leben,welches ich an diesem Tag beendet habe.Ich werde mir das nie verzeihen,es war eine große Fehlentscheidung!

Es tut mir leid,dass ich dir dieses Leben nicht gegeben habe,es tut mir leid,dass ich feige war und du der Schlussstrich sein musstes.Es tut mir leid,das ich nicht zu dir gestanden habe und mein Leben vereinfachen wollte.Es tut mir so unendlich leid....

5.10.07 22:58
 


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